Weil jeder Mensch zählt
Unmittelbare Unterstützung von Menschen in Not ist das Leitbild der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung – so, wie Walter F. Blüchert es bereits zu Lebzeiten verfügte. Denn aus dem Glück der Anderen entspringt auch persönliches Glück und der Ansporn, Gutes zu tun. Weil jeder Mensch zählt.
Die Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung führt diese Tradition und das Lebenswerk fort – Stolz gegenüber dem, was Walter Blüchert in seinem Leben bewirkte und Dankbarkeit gegenüber dem, was er seiner Familie als Vermächtnis hinterließ. Ein Vermächtnis, das der Familie Blüchert die Möglichkeit gibt, diejenigen zu unterstützen, die Hilfe am meisten benötigen.
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch
Friedrich Hölderlin
DAS LEBEN UND WIRKEN VON KARIN UND WALTER BLÜCHERT
Wer, wie Walter Blüchert, in Zeiten schwerer Not aufgewachsen ist, weiß, was Mangel an den grundlegendsten Dingen des Lebens bedeutet. Gleichzeitig wird aber, gerade in solchen Zeiten, klar, wie viel Kraft jeder einzelne Mensch vermitteln kann, wenn er – um mit Hölderlin zu sprechen – einem Mitmenschen in Gefahr eine helfende Hand reicht.
Walter Blüchert wurde kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs in Berlin geboren und im zweiten Weltkrieg als Soldat schwer verletzt – immer wieder begegnete er während dieser Zeit Menschen, die mit großem Einsatz und unermüdlichem Engagement dafür sorgten, dass aus Trümmern neues Leben entstand. Diese Begegnungen prägten nicht nur seinen Weg als erfolgreicher Verleger – sie leiteten ihn mit Zuversicht durch schwierige Zeiten und spornten ihn an, als Stifter „vom eigenen Wohlstand stets etwas zurückzugeben“.
Der Verlagskaufmann Walter Blüchert fand nach Ende des zweiten Weltkriegs im aufstrebenden Deutschland eine Anstellung beim „Weser-Kurier“ in Bremen. Dessen Herausgeber Hans Hackmack hatte bereits 1945 von der Militärregierung der amerikanischen Besatzungszone eine Lizenz hierfür erhalten.
Während seiner Tätigkeit in Bremen vertiefte sich sein schon vor dem Krieg entfachtes Interesse für das Verlagswesen, welches er 1950 mit der Gründung des Blüchert-Verlags in Stuttgart manifestierte. Im selben Jahr erwarb er die deutschen Rechte an der Herausgabe von Walt-Disney-Publikationen im Nicht-Comic-Bereich; rund 130 Disney-Titel erschienen bis 1962. Ab 1953 wurden die Disney-Bücher als Lizenzausgaben im Bertelsmann-Lesering veröffentlicht. Zudem sicherte sich Walter Blüchert die Rechte an den deutschen Erstausgaben der weltweit erfolgreichen Romane „Fünf Freunde“ und „Die Schwarze Sieben“ von Enid Blyton, einer der weltweit bekanntesten englischen Kinderbuchautorinnen. Selbst Loriot gehört zu den ersten Autoren und vertraute dem Verleger die Geschichte von „Reinhold das Nashorn“ an.
Im Jahr 1957 gründete Walter Blüchert die „Buch und Bild“-Gesellschaft, die sich der gewerblichen Nutzung von Rechten sowie der Vermittlung von Urheberrechten annahm; in den 1960er Jahren ließ er sich in der Schweiz nieder und wurde zum Finanzmakler, der hochkarätige Firmentransfers in der bundesdeutschen Medienlandschaft vorbereitete.
Sein persönliches Glück fand Walter Blüchert in Karin Damm, die er 1959 in Hamburg heiratete. Auch in dieser Beziehung spielten Bücher eine wichtige Rolle – die junge Lektorin Karin Damm hatte sich im Blüchert-Verlag, welcher mittlerweile in Hamburg domiziliert war, beworben und dort ihre berufliche Laufbahn mit der Bearbeitung von Manuskripten begonnen. Mit der Geburt von Tochter Christine zog sich Karin Blüchert aus dem Verlagsbereich zurück und widmete sich später caritativen Bereichen.
Bei allem geschäftlichen Erfolg – 1968 verkaufte Walter Blüchert sein Unternehmen – vergaßen Walter und Karin Blüchert nie die harte Zeit während und nach dem Krieg. Walter Blüchert erwähnte immer wieder, dass er es als Verpflichtung betrachte, denjenigen zur Seite zu stehen, die einer unterstützenden Hand bedürfen.
Deshalb entschied er sich schon früh dazu, gestützt auf seine ihm sehr wichtigen christlichen Werte – so wie Demut gegenüber dem, was er bewirken konnte und Dankbarkeit gegenüber seinem Schicksal und den Menschen gegenüber, die sein Leben mitgeformt haben – sein Vermögen in eine Stiftung einzubringen. Im Liechtensteiner Treuhänder Dr. Walter Keicher fand Walter Blüchert einen Vertrauten, der in den 1980er Jahren mithalf, das Fundament für eine Stiftung zu legen, deren Zweck darin besteht, Direkthilfe für Menschen in Not zu leisten. In dieser in Liechtenstein beheimateten Mutterstiftung VISELLA leitet und verwaltet Tochter Christine Blüchert das philanthropische Vermächtnis ihres Vaters.
Die Enkelin Magdalena Blüchert führt in Hamburg die Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung und setzt sich zielstrebig für die Nachhaltigkeit der Umsetzung des Stifterwillens ein.

Eine klare Zielsetzung
Eine tiefe Beziehung zu dem, was man tut, ist unerlässlich – denn nur, wer etwas mit Leidenschaft macht, kann es weit darin bringen. Diese Triebfeder begleitete Walter Blüchert nicht nur als Verleger, sondern auch als Stifter.
Walter Blüchert war der festen Überzeugung, dass er mit Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht in aller Ungewissheit sowie der Hölderlinschen Gewissheit, dass da, wo Gefahr droht, zugleich das Rettende wächst, eine rettende Hand für diejenigen sein wollte, die einer ebensolchen bedürfen.

Wo Gefahr droht wächst das Rettende
Die Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung führt diese Tradition und das Lebenswerk fort – Stolz gegenüber dem, was Walter Blüchert in seinem Leben bewirkte und Dankbarkeit gegenüber dem, was er seiner Familie als Vermächtnis hinterließ. Ein Vermächtnis, das der Familie Blüchert die Möglichkeit gibt, diejenigen zu unterstützen, die Hilfe am meisten benötigen.
Unmittelbare Unterstützung von Menschen in Not ist das Leitbild der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung – so, wie Walter F. Blüchert es bereits zu Lebzeiten verfügte. Denn aus dem Glück der Anderen entspringt auch persönliches Glück und der Ansporn, Gutes zu tun. Weil jeder Mensch zählt.